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Erfolgsgeschichte IQV Kompetenz in der Behindertenarbeit

Ingrid Königshofer 18.10.2018

Der Qualifizierungsverbund Kompetenz in der Behindertenarbeit (KiB) ist eine Initiative des AMS Tirol und wird bereits seit mehreren Jahren für Tiroler Einrichtungen, die mit Menschen mit Behinderung arbeiten, organisiert. Die Mitgliedsbetriebe und deren MitarbeiterInnen stehen vor großen Herausforderungen, beispielsweise hohe körperliche und psychische Arbeitsbelastungen, zunehmendes Durchschnittsalter der MitarbeiterInnen oder auch zunehmendes Alter der zu betreuenden Personen. Laufende Weiterbildung ist daher in dieser Branche unerlässlich. Das zeigen auch die Erfolge der letzten Jahre.

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Wir wollten nun herausfinden, welchen Mehrwert der IQV KiB für die Mitgliedsbetriebe hat. Wir haben dafür mit Herrn Mag. Wegscheider von MOHI Tirol gesprochen, um ihm ein paar Fragen zu stellen.

P+K Unternehmensberatung: Wie haben Sie den IQV anfangs wahrgenommen und was hat sich in den letzten Jahren verändert?
Mag. Wegscheider, MOHI Tirol: Seit nun 6 Jahren bin ich der Ansprechpartner für den IQV KiB bei MOHI Tirol. Das breit gefächerte Schulungsprogramm in Kombination mit den Förderungen des AMS Tirol war für mich von Anfang an eine gute Sache. Die Zusammenarbeit der Einrichtungen im IQV hat sich über die Jahre deutlich verbessert. Dies erleichtert die Organisation der Schulungen sehr. Die Online-Plattform und das Einreichten der Förderanträge über das e-AMS Konto, machen den IQV seit einigen Jahren "digitaler" und verringern somit den bürokratischen Aufwand.

P+K Unternehmensberatung: Wie wird der IQV von den MitarbeiterInnen bei MOHI Tirol wahrgenommen?
Mag. Wegscheider, MOHI Tirol: Der IQV KiB mit seinem umfangreichen Schulungsprogramm wird von unseren MitarbeiterInnen auf jeden Fall sehr positiv wahrgenommen. Das Interesse an den Schulungen ist immer sehr groß.

P+K Unternehmensberatung: Was ist aus Ihrer Sicht der größte Mehrwert für die Mitglieder des IQV KiB?
Mag. Wegscheider, MOHI Tirol: Der größte Mehrwert ist mit Sicherheit das umfangreiche Schulungsangebot, das in Abstimmung mit uns Mitgliedsbetrieben erstellt wird und somit auch bestmöglich auf unsere Bedürfnisse abgestimmt ist. Ein so vielfältiges Schulungsangebot im Bereich der Behindertenarbeit gibt es in Tirol sonst einfach nicht.
In den Workshops ermöglicht der Verbund zudem einen Austausch mit den anderen Mitgliedern was Schulungsthemen, TrainerInnen-Empfehlungen aber auch Probleme im Arbeitsalltag betrifft. So wurde die Zusammenarbeit aller Mitgliedseinrichtungen über die Jahre stetig verbessert. Einerseits vereinfacht dies die Organisation der Schulungen, andererseits können im gemeinsamen Austausch neue Ideen entstehen, die den Arbeitsalltag der Einrichtungen erleichtern und bereichern.
Auch unsere MitarbeiterInnen können sich in den Verbundschulungen austauschen und bekommen einen Einblick in den Arbeitsalltag anderer Betreuender. Eine andere Sicht auf die Dinge zu erhalten, hilft ihnen, verschiedene Situationen in der Zukunft anders und besser zu meistern. Außerdem fällt die eigene Arbeit wieder leichter, wenn sie wissen, dass andere Einrichtungen ähnliche Herausforderungen haben und sich die MitarbeiterInnen auch interdisziplinär austauschen können.

Zusammengefasst ist für Herrn Wegscheider klar, dass MOHI Tirol ohne den Zusammenschluss der Betriebe im Impuls-Qualifizierungsverbund, den MitarbeiterInnen kein solch breites Spektrum an Fortbildungsmöglichkeiten bieten könnte. Eine erneute Teilnahme am Qualifizierungsverbund ist für ihn daher selbstverständlich.

Unternehmenskultur - was ist das, wo kriegt (findet) man sie?!

Sabrina Prantl 28.08.2018

In Gesprächen mit MitarbeiterInnen, fällt oft das Schlagwort Kultur bzw. Unternehmenskultur, wenn es darum geht, warum jemand gerne in einem Unternehmen arbeitet. Doch wie kann man dieses ungreifbare und für Beteiligte zumeist unsichtbare Etwas sichtbar machen?

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Jedes Unternehmen, sei es noch so klein oder groß, hat eine eigene Unternehmenskultur. Dazu zählen alle formellen aber vor allem die informellen Regeln und Normen, nach denen alle im Unternehmen arbeiten und leben, ohne sie jedoch auszusprechen oder niederzuschreiben. Niemand kann sich dem entziehen, ähnlich wie jeder Mensch eine Persönlichkeit hat. Selbstverständlich gibt es Indikatoren für "gute" Unternehmenskultur im Sinne des Employer Branding oder der MitarbeiterInnen-Bindung. Das sind zum Beispiel Teamgeist, Wertschätzung, und gemeinsame Werte.

Unternehmenskultur bedeutet aber auch immer Abgrenzung. Was das Unternehmen besonders macht, bedeutet immer, was macht es anders als andere. Und das gilt es herauszufinden. Wenn man selbst Teil eines Systems ist, kann es schwierig sein diese Besonderheiten herauszufinden. Fragen Sie daher nach, zum Beispiel im Team, bei GeschäftspartnerInnen, bei KundInnen, aber gerne auch bei Menschen, die Sie und das Unternehmen aus einer ganz anderen Sicht wahrnehmen. Wie erleben sie den Kontakt und die Zusammenarbeit? Unternehmenskultur wirkt nicht nur nach innen. Der Einfluss auf die Außenbeziehungen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. So wirkt sich zum Beispiel der Umgangston unter den MitarbeiterInnen sehr stark darauf aus, wie wohl sich KundInnen fühlen. Das Kulturmerkmal Sprache wird stark durch die Vorgesetzten und deren Vorbildwirkung geprägt.

Das Schöne an Unternehmenskultur ist, dass man sie nicht kaufen muss. Man hat sie einfach, aber sie gehört gepflegt und immer mal wieder bewusst in den Mittelpunkt gerückt. Denn die Unternehmenskultur beeinflusst die Prozesse in der Organisation und kann damit maßgeblich die Werkschöpfung beeinflussen, Viele Unternehmen versuchen sich gezielt eine "hippe und attraktive" Unternehmenskultur überzustülpen. Das geht, wird aber nicht langfristig funktionieren. Denn hier möchte ich wieder auf den Vergleich zur menschlichen Persönlichkeit machen. Eine Persönlichkeit ändert sich im Laufe des Lebens. Heute zu entscheiden, dass man ab morgen extrovertiert, introvertiert, konservativ oder doch lieber progressiv sein will, ist nicht möglich. Natürlich kann man sich kurzzeitig anpassen und in eine neue Rolle schlüpfen, dich sich komplett neu zu erfinden und wie ein Phönix aus der Asche, als neue Persönlichkeit zu erscheinen, gelingt nicht - bei Menschen und bei Unternehmen.

Das bewusste Auseinandersetzen mit der eigenen Kultur und Identität schärft den Blick und ermöglicht auch Handlungsspielräume für einen bewussten Wandel. Und Unternehmenskultur ist eine wichtige Entscheidungsgrundlage sich für oder gegen einen Arbeitgeber zu entscheiden. Denn wenn ich nochmals den Vergleich zur menschlichen Persönlichkeit ziehe, suchen wir uns unsere Freunde auch danach aus, welche Gemeinsamkeiten wir haben und ob wir gut miteinander können.

Wir machen etwas Neues – oder: Veränderung, muss das sein?!

Ingrid Königshofer 02.08.2018

Der Start in ein neues Projekt wird nicht immer von allen umjubelt. Vielfach wird die Idee gar nicht im Gesamten wahrgenommen, sondern lediglich die zu erwartende Mehrarbeit gesehen und gefühlt. Das Bewegen, heraus aus der Komfortzone, ist Schwerarbeit. MitarbeiterInnen für eine neue Sache zu begeistern, kann ebenfalls schwierig sein.

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Wecken Sie die Lust an Neuem bereits beim Planen! Holen Sie alle mit ins Boot und lassen Sie das Team mitgestalten. Auch wenn Sie glauben zu wissen, wie das Ergebnis am Ende aussehen soll, können die Erfahrungen und Ideen von verschiedenen Personen den Verlauf und das Ergebnis des Projekts maßgeblich positiv beeinflussen. Um ganz ehrlich zu sein, wer setzt nicht lieber eigene Ideen um, anstatt die von anderen?!
Es ist egal wie groß oder klein ein Projekt ist, ohne Spaß ist es fad. Auch mühsame Arbeitsschritte fühlen sich leichter an, wenn ein lustiges (Katzen-)Video, ein bitter-böser Comic, oder eine Hoppala-Geschichte als Auflockerung die Runde machen.
Um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, ist es ratsam sich regelmäßig kurz über den IST-Stand und die nächsten Arbeitsschritte auszutauschen. Besprechungen in bestimmten Abständen bieten den idealen Rahmen, um die Einhaltung des Zeitplans zu überprüfen. Bei Soll-Ist-Abweichungen können hier auch gleich Arbeiten neu verteilt werden, um wieder auf Kurs zu kommen.
Ein kleiner Büroumtrunk bei Erreichen von Zwischenzielen führt allen vor Augen, was bereits im Team geschafft wurde und hebt damit die Motivation für die nächste Phase.
Der erfolgreiche Abschluss eines Projekts sollte auf jeden Fall gebührend gefeiert werden. Diese Abschlussfeier bietet Platz für die Anerkennung der geleisteten Arbeit aller ProjektmitarbeiterInnen. Im gemeinsamen Austausch können bereits neue Ideen für zukünftige Projekte entstehen. Auf, auf zu neuen Ufern!